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DESCRIPTION:Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Forschung im Be
 reich mentale Gesundheit ist bislang selten (Totzeck et al.\, 2024) – tr
 otz wachsender Evidenz für zunehmende psychische Belastungen in dieser Al
 tersgruppe (McGorry et al.\, 2024) und klarer normativer Vorgaben zur Bete
 iligung\, etwa durch die UN-Kinderrechtskonvention (KRK\, 1989). Vor dem H
 intergrund globaler Krisen wie Klimawandel\, Kriegen und gesellschaftliche
 r Unsicherheit wird häufig ein defizitorientierter Blick auf junge Mensch
 en eingenommen. Demgegenüber steht die Perspektive\, Kinder und Jugendlic
 he als handlungsfähige Akteur:innen zu verstehen\, deren Erfahrungen und 
 Sichtweisen nicht nur relevant\, sondern essentiell für die Weiterentwick
 lung von Forschung und Versorgung sind. Und genau darauf setzen wir: KOMMI
 T-Kids vertraut Kindern.\nDer Beitrag umfasst eine kurze Keynote zu Hinter
 grund\, Zielen und ersten Erfahrungen des Projekts KOMMIT-Kids\, gefolgt v
 on einer moderierten Podiumsdiskussion mit Kindern und Jugendlichen\, Fors
 chenden und Praxispartner:innen zu Fragen der Kommunikation in Citizen-Sci
 ence-Projekten. Optional ist – je nach Zeit – eine interaktive Öffnun
 g im Fishbowl-Format vorgesehen\, in der das Publikum zentrale Themen wie 
 Forschung der Zukunft\, Vertrauen in Wissenschaft und partizipative Forsch
 ung gemeinsam reflektiert.\nDas Projekt KOMMIT-Kids\, initiiert durch den 
 Trialogischen Zentrumsrat des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundhei
 t\, greift den Bedarf nach zielgruppenorientierter Forschung auf. Ziel ist
  es\, Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 17 Jahren systematisch als
  Expert:innen ihrer eigenen mentalen Gesundheit in die Priorisierung von F
 orschungsthemen einzubeziehen. Der Zeitpunkt des „Trust in Citizen Scien
 ce“-Symposiums ermöglicht es uns\, umfassend Einblicke in die partizipa
 tive Projektentwicklung zu geben sowie erste Ergebnisse des multimethodisc
 hen Sammelprozesses vorzustellen (siehe Abbildungen)\, in dem mittels Post
 kartenaktionen\, Face-to-Face-Workshops und digitaler Plattformen Forschun
 gsfragen von jungen Menschen gesammelt wurden. \nKOMMIT-Kids versteht den 
 Forschungsprozess als bidirektionalen Austausch von Wissen und Vertrauen: 
 Während Kinder und Jugendliche Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten u
 nd Themen der mentalen Gesundheit gewinnen\, lernen hauptamtlich Forschend
 e von den Perspektiven\, Prioritäten und Fragestellungen von Kindern. Ger
 ade mit Kindern wird partizipative Forschung dabei als soziale Praxis des 
 Dialogs verstanden – nicht nur zwischen Wissenschaft und einer abstrakte
 n „Öffentlichkeit“\, sondern ganz konkret zwischen erwachsenen Forsch
 enden und Kindern und Jugendlichen. Sie ist damit ein demokratisches Unter
 fangen\, das kindliches Erfahrungswissen als gleichwertig zu wissenschaftl
 ichem Wissen anerkennt und ernst nimmt (Russell et al.\, 2020). Gerade in 
 Zeiten zunehmender Wissenschafts- und Demokratieskepsis ist die Beteiligun
 g von Kindern an Forschungsprozessen von besonderer Bedeutung. Erste Erfah
 rungen mit Ko-Forschenden unterschiedlichen Alters deuten darauf hin\, das
 s es nicht nur darum geht\, Vertrauen in wissenschaftliche Institutionen b
 ei Kindern und Jugendlichen zu stärken\, sondern insbesondere auch darum\
 , das Vertrauen in junge Menschen selbst zu fördern – im Sinne einer st
 ärkeren Zuschreibung von Kompetenz durch Wissenschaftler*innen.  Wie eine
  16-jährige Ko-Forscherin formuliert: „Also\, dass man darauf wartet\, 
 es zu dürfen\, obwohl man es kann.“ \nNeben den forschungsbezogenen Per
 spektiven widmet sich das Projekt kontinuierlich auch praxisorientierten F
 ragen: Welche Kommunikationsstrategien ermöglichen es\, Vertrauen mit Kin
 dern aufzubauen? Wie kann so kommuniziert werden\, dass es für Kinder und
  Jugendliche verständlich\, zugänglich und transparent ist? Wie kann KOM
 MIT Kids dabei anschlussfähig für unterschiedliche Lebenswelten sein? Un
 d welche Rolle können wissenschaftliche und kulturelle Institutionen dabe
 i spielen? Kooperationen mit Partnern wie dem Futurium zeigen\, welches Po
 tenzial in interdisziplinären Räumen liegt\, die Wissenschaft\, Öffentl
 ichkeit und junge Menschen zusammenbringen und so neue Formen des Dialogs 
 ermöglichen.\nInsgesamt zeigt KOMMIT-Kids\, wie gemeinsamer Wissensaufbau
  im Bereich mentaler Gesundheit konkret aussehen kann. Das Projekt leistet
  damit einen Beitrag zu einer inklusiven\, dialogischen und zukunftsorient
 ierten Forschungskultur. Im Kontext des Wissenschaftsjahres 2026 „Medizi
 n der Zukunft“ wird deutlich\, dass partizipative Forschungsansätze auc
 h eine Frage von Generationengerechtigkeit sind: Die medizinischen Innovat
 ionen von morgen betreffen insbesondere die Kinder und Jugendlichen von he
 ute. Ihre Perspektiven frühzeitig in die Entwicklung von Forschungsfragen
  einzubeziehen\, kann dazu beitragen\, Relevanz\, Akzeptanz und Wirksamkei
 t zukünftiger Versorgung zu verbessern.
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LOCATION:Room 2
SUMMARY:Vertrauen durch Teilhabe: Wie Kinder Forschung zu mentaler Gesundhe
 it mitgestalten - Celia Bähr\, Linn Radtke
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